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Friedhof
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Einige Kilometer vom Lager entfernt befindet sich der Lagerfriedhof mit der angeschlossenen Gedenkstätte. Die sowjetischen Streitkräfte errichteten dort kurz nach dem Krieg das rechts abgebildete Ehrenmal mit folgender Inschrift:"Hier ruhen 46000 russische Soldaten und Offiziere, zu Tode gequält in der Nazigefangenschaft". 1956 wurde das Mahnmal gesprengt, u.a. weil den deutschen Behörden die Zahl von 46000 Toten zu hoch erschienen ist. Ein ehemaliger Gefangener bemerkte dazu zu Recht: "Wer Zahlen moralische Kraft zuspricht, insofern sie, je niedriger sie sind, den Täter desto mehr entlasten, die Schwere der Tat verringern, ermordet einen Teil der Opfer ein zweites Mal, indem er ihre Existenz ganz einfach bezweifelt, so als habe es sie nie gegeben". |
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Weil viele Unterlagen in den Wirren der Befreiung und der unsicheren Zeit danach verschwunden sind, ist es sehr schwer festzustellen, wieviele Kriegsgefangene im Lager umgekommen sind. Eine vom Kreistag 1949/50 eingesetzte Kommission ermittelte eine Zahl von 8000, höchstens 8500 toten sowjetischen Soldaten. Die wirkliche Zahl von getöteten Soldaten ist sicherlich weitaus höher. Nach Aussagen eines Gefangenen, der sich u.a. auf Äußerungen eines deutschen Offiziers beruft, dessen Dolmetscher er war, sind alleine schon in den Wintermonaten 1941/42 35000 sowjetische Soldaten ums Leben gekommen. Die beiden Bilder unten zeigen die Massengräber. |
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Anstelle des sowjetischen Ehrenmals wurden diese drei Steinstelen errichtet. Die Inschrift lautet ."Euer Opfer - Unsere Verpflichtung - Frieden". Es bleibt dem Besucher dieser Website überlassen sich über diese Inschrift seine eigenen Gedanken zu machen. |
Auf dem Friedhof befindet sich auch ein Gräberfeld mit ca. 3000 KZ-Häftlingen (Foto rechts). Die ermordeten Häftlinge wurden anfangs etwas außerhalb des Lagers in Massengräbern verscharrt, bevor sie in den Jahren 1954-1956 umgebettet wurden. Das rechte Bild zeigt das Gräberfeld. |
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An dieser Stelle dürfen natürlich auch die vielen Toten anderer Nationen nicht vergessen werden, die hier begraben wurden. Franzosen, Belgier, Italiener, Serben, Polen. Das Foto links zeigt einen Gedenkstein für den Franzosen Jacques Fayard, dessen Familie auch heute noch um ihn trauert, wie man an den Blumen und kleinen Gedenktafeln erkennen kann. |